Solons Corner

Juli 12, 2007

Bundeswehr – Anerkennung der Verdienste

Gespeichert unter: Afghanistan, Deutschland, Gesellschaft, Politik — Fastien @ 10:12

Leider ist die Frist zur Zeichnung einer Petition beim Deutschen Bundestag, Einführung des Ordens für Bundeswehrsoldaten, welche besondere Leistungen vollbrachten, abgelaufen und man kann nicht mehr unterschreiben. Hätte ich eher Kenntnis davon erhalten, so hätte ich unterschrieben.

Ohne unsere Soldaten, gebe es keine Bundeswehr. Ohne Bundeswehr wären wir nicht in der Nato. Ohne die Nato wären wir nicht in einem Verteidigungsbündnis, welches uns schützt und schützen wird vor Angriffen von außen. Wir sind sicherheitspolitisch warm eingebettet. Wer weiß, in welchen Verhältnissen wir heute leben würden, gebe es die Nato nicht.

Unserer Truppe macht im Kosovo einen super Job und ist im Kosovo gern gesehen. Unsere Truppe leistet in Afghanistan hervorragende Arbeit. Die BW ist bei den Afghanen aber auch bei unseren Bündnispartnern hoch angesehen.

Hier in Deutschland indes bezieht die Truppe von der Bevölkerung regelmäßig nur verbale Prügel.

Keine zehn Soldaten vergingen sich in Afghanistan an den Totenköpfen bei einer Truppenstärke von ca. 250.000 Frauen und Männern. Dies geschah unter nervlicher Anspannung bei einem Einsatz, der nicht ungefährlich ist. Die Reaktionen in den Medien und der Bevölkerung waren völlig überzogen und unfair. Wie bei jedem Vorfall wird sofort die Gelegenheit genutzt über die ganze Truppe herzuziehen.

Soldaten werde als blöde bezeichnet, weil sie nach Afghanistan gehen und ihr Leben dort riskieren. Die BW wird sich künftig nicht aus Kampfeinsätzen raushalten können. Dann riskieren für unsere Sicherheit die Soldaten noch sehr viel mehr ihr Leben und ihre Gesundheit.

Ich hätte die Petition unterschrieben um so zu zeigen, ich stehe hinter der Truppe und bin dankbar, dass Menschen den Job Soldat machen auch für meine Sicherheit hier; um zu zeigen, ich sehe, dass die Truppe einen guten Job macht und einige davon einen so guten, dass man sie dafür ehren sollte.

Auch wenn das Eiserne Kreuz, welches als Orden vorgeschlagen wurde, zu negativ behaftet ist, als dass man diesen Orden als Ehrung heute nutzen solle und daher auch eine Einführung dieses konkreten Ordens auszuschließen war, ich finde ein Auszeichnung für herausragende Dienste aus der Volksmitte wichtig als Zeichen der Anerkennung unserer Soldaten und dass das Land hinter ihnen steht.  Die Idee sollte daher aufgegriffen werden, denn ein geeigneter Orden läßt sich finden.

Längst überfällig finde ich den nun in dankenswerter Weise von Verteidigungsminister Jung veranlaßten Bau eines Soldatendenkmals für im Dienst verstorbene Soldaten. Unsäglich finde ich die Stimmen, welche verlangen, dass dieses Denkmal für alle bestimmt werden soll, die in humanitären Missionen im Ausland verstorben sind. Unsere Soldaten sollten es uns wert sein, dass man ihnen ein eigenes Denkmal widmet.  
 

Juli 11, 2007

Oskar Lafontaine, der nationale Sozialist

Gespeichert unter: Afghanistan, Antisemitismus, Deutschland, Gesellschaft, Politik — Fastien @ 1:14

Auszüge aus dem Artikel von Mathias Döpfner, veröffentlicht in der Welt online am 09.07.2007:

Wenn dann aber sogar eine Mehrheit der CDU-Wähler für richtig hält, was der Salon-Robin-Hood aus dem Saarland zu der Abschaffung von Hartz IV, der Einführung des Mindestlohns, einer Rücknahme der Rente mit 67 und dem Rückzug aus Afghanistan gefordert hat, und wenn daraufhin die bürgerliche Politik und Öffentlichkeit statt eines Aufschreis weithin nur Schweigen parat hat – dann muss man sich schon ernsthaft Sorgen machen.

Das Phänomen Lafontaine leitet nicht nur eine weitere Stufe in der Entfremdung der Bürger von politischen Prozessen ein. Es besiegelt und belegt auch die Auflösung der Kategorien von links und rechts.
Denn der Demagoge aus dem Saarland ist ja beileibe kein linkes Phänomen. Aus Lafontaines Weltanschauung folgt das Programm einer nationalpopulistischen Regierungspartei, bei der Jürgen W. Möllemann den Außenminister, Peter Gauweiler den Innenminister und Erich Mielke und Franz Schönhuber die Ehrenvorsitzenden hätten geben können. „Die Linke“ müsste eigentlich „Die Reaktionäre“ heißen. Sie pflegt ein Weltbild des Ressentiments: protektionistisch, wirtschafts- und wettbewerbsfeindlich, nationalistisch und fremdenfeindlich.

Lafontaine hält Chávez für ein großes Vorbild. Chávez sieht in Ahmadinedschad, den er gerne umarmt, einen Bruder im Geiste. Aber wenn die Leugnung des Holocaust und Fantasien zur Vernichtung Israels durch die Hintertür relativiert werden – allerspätestens dann hört der Spaß auf. Wer auch dafür noch Verständnis hat, hat nichts verstanden.

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