Solons Corner

Juni 29, 2007

Saul Friedländer erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2007

Gespeichert unter: Deutschland, Gesellschaft, Israel, Kultur, Naher Osten — Fastien @ 10:23
 
Der israelische Historiker Saul Friedländer bekommt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2007.Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird während der Frankfurter Buchmesse am 14. Oktober in der Paulskirche überreicht – drei Tage nach dem 75. Geburtstag Friedländers. Der Dachverband der deutschen Buchbranche „ehrt damit den epischen Erzähler der Geschichte der Shoah, der Verfolgung und der Vernichtung der Juden in der Zeit nationalsozialistischer Herrschaft in Europa“, teilte der Stiftungsrat des Friedenspreises zum Auftakt der Buchhändlertage in Berlin mit.

Der Geehrte wurde am 11. Oktober 1932 als Pavel Friedländer in Prag geboren. 1939 emigrierte seine deutschsprachige Familie nach Frankreich. Der Sohn überlebte als Internatsschüler und getaufter Katholik unter dem Namen Paul-Henri Ferland, die Eltern wurden im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Nach dem Krieg wandte sich Friedländer dem Judentum zu, 1948 wanderte er nach Israel aus.
Nach dem Studium in Tel Aviv und Paris lehrte der Geschichtsprofessor in Genf, Tel Aviv und Los Angeles. Er lebt vorrangig in Los Angeles, hat drei Kinder und vier Enkel.

Der seit 1950 vergebene Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen Deutschlands. Mit dem Preis soll eine Persönlichkeit aus dem In- oder Ausland geehrt werden, die vor allem auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat. Wiederholt sind Historiker ausgezeichnet worden, zuletzt 1999 der Amerikaner Fritz Stern.

Veröffentlicht mit der freundlichen Genehmigung der israelischen Botschaft.

Juni 28, 2007

Dieter Nuhr: eine Stimme

Gespeichert unter: Deutschland, Gesellschaft, Kultur, Politik — Fastien @ 11:48

                                                                                                                                                          

Da sitzt mir (Nuhr) jemand gegenüber und sagt, ich werde nicht zur Wahl gehen; was kann man mit einer Stimme schon erreichen. Nuhr denkt sich, was bin ich beruhigt, dass in unserer Demokratie nicht jeder Depp etwas bewirken kann.

Wenn man sich die Menschen so morgens im Bus ansieht, dann kann man ja nicht mehr wirklich für ein allgemeines Wahlrecht sein.

Wenn man keine Ahnung hat: einfach mal die Fresse halten! 

KULTURKAMPF

Gespeichert unter: Deutschland, EU, Gesellschaft, Integration, Iran, Islam, Kultur, Pakistan, Religion — Fastien @ 11:00

Eben entdeckte ich den offenen Brief von HANS-JOACHIM NEUBAUER an Salman Rushdie, veröffentlicht heute im Rheinischen Merkur. Neubauer schreibt:

Vor über 17 Jahren verurteilte Sie ein starrsinniger Greis zum Tode. Seither leben Sie, wie Sie schreiben, in einem Ballon über dem Abgrund. Auch wenn es Aufwind gab: Die Angst reist mit, immer. Und jetzt zielen die Barbaren erneut auf die dünne Haut aus Humanität, Redefreiheit und religiöser Toleranz, die Sie am Leben hält. Wenn sie treffen, wenn sie ihr Ziel erreichen, stürzt ein großer Schriftsteller in den Untergang. Und mit ihm das, was unser Leben im Abendland ausmacht.

Die iranische Regierung hetzt gegen die Queen, weil Sie Ritter werden. In einer Hassversion des Voodoo-Kultes werden in Teheran und Islamabad Puppen verbrannt, die Sie und die Königin darstellen. Ihr „Vergehen“ ist ein Roman, „Die satanischen Verse“, ein überbordendes und polemisches Buch über eine von Bestialität und Inhumanität zerrissene Gegenwart, eine Fiktion, der nun der Hass dieser Gegenwart gilt. Der erste Muslim im britischen Oberhaus, Lord Ahmed, wütet, an Ihren Händen klebe Blut, Sie hätten Mohammed, Jesus, gar Maggie Thatcher beleidigt und die „religiösen Gefühle“ der Muslime verletzt. Warum darf der das?

Wir haben uns aufgegeben wie Depressive. Warum sonst inszenieren im „Karikaturenstreit“ Fanatiker Autodafés, ohne dass Sanktionen ihre Staaten treffen? Warum wird der Filmemacher Theo van Gogh hingeschlachtet, ohne dass Europas Muslime auf die Straße gehen? Warum hetzt ein pakistanischer Minister gegen Sie, ohne dass die Botschafter seines Landes von den Außenministern der zivilisierten Welt einbestellt werden? Überhaupt: Wo ist Europa in diesen Tagen? Worüber reden unsere Minister in Brüssel, was tun unsere Abgeordneten in Straßburg? Sie reden von Quoren, Quoten und Normen. Wir haben unsere Seele an den Konsum verhökert, das Herz an die Bilanzen. Wir leben vom Export von Autos und Waffen, für unsere Arbeitsplätze gehen wir über Leichen, der Götze, den wir anbeten, heißt Öl.

Der Kampf der Kulturen ist der Krieg der Aufklärung gegen die Barbarei.

Juni 26, 2007

Darfur oder auch im Stich gelassene Menschen

Gespeichert unter: China, Darfur, EU, Gesellschaft, Globalisierung, Israel, Politik, UN, USA — Fastien @ 7:50

«Sudan muss wissen, dass wir ihm kraftvoll helfen werden, wenn er kooperiert – und wenn er sich weigert, werden wir entschlossen sein müssen. Es gibt Opfer und Verantwortliche», sagte Sarkozy gestern auf der Dafur Konferenz in Paris, zu der Vertreter aus 18 Staaten eingeladen waren – keiner aus der AU (Afrikanische Union), auch nicht der Sudan.

In der westsudanesischen Provinz Darfur tobt seit 2003 ein blutiger Bürgerkrieg, in dem 2004 schon über 200 000 Menschen getötet und über zwei Millionen vertrieben wurden. Seitdem gibt es keine verlässlichen Schätzungen mehr. Darfur hatte 2004 insgesamt 6 Millionen Einwohner, die auf einer Fläche von 500000 Quadratkilometern – ca. so groß wie Frankreich- leben respektive lebten.

Auf diesem Gebiet sind 7000 (!) Soldaten der AU eingesetzt, um einen nicht existenten Waffenstillstand zu überwachen. Es braucht nicht viel Phantasie um sich vorstellen zu können, was diese bewirken können, nämlich rein gar nichts. Dafür müsste man nicht einmal wissen, dass diese schlecht ausgerüstet sind, weil die Finanzmittel fehlen. Seit August 2004 sind die Soldaten dort unterwegs. Sie können sich mittlerweile nicht einmal mehr wirksam verteidigen und werden daher selbst Opfer von Übergriffen. Der Konflikt hat sich inzwischen auch auf die Grenzregion im Nachbarland ausgeweitet.

Man mag in Anbetracht dieses Leiden nur schreien, Sarkozy, tu was und hilf den Menschen dort. Rice sprach mir am Vorabend der Konferenz aus der Seele, indem sie der Staatengemeinschaft Versagen vorgeworfen hatte. Angesichts des Leidens der Menschen in Darfur könne man nicht sagen, dass die Staatengemeinschaft ihrer Verantwortung gerecht geworden sei.

Laut dem UN Abkommen zur Vorbeugung und Bestrafung von Völkermord, welches 1948 beschlossen wurde, MUSS die Staatengemeinschaft im Falle eines Völkermordes sofort eingreifen. Ob der Konflikt im Sudan als Völkermord einzustufen ist, darüber wird seit 2003 akademisch gestritten. Im Sudan sind, während anderen Ortes über die rechtliche Einordnung debattiert wird, wegen der andauernden Vertreibungen rund vier Millionen Menschen auf Hilfe von außen angewiesen. Die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Jeden Tag sterben dort nach Schätzungen ca. 75 Kinder an den Folgen des Bürgerkrieges. Die internationalen Helfer wissen nicht, wie lange sie in Darfur noch ihre Hilfsleistungen aufrechterhalten können um sich nicht selbst zu gefährden wegen der stetig anwachsenden Gewalt.

Ob das Morden und Vertreiben in Darfur nach UN Recht einen Völkermord darstellt, das interessiert die dunkelhäutigere Bevölkerung im Sudan nicht wirklich. Wie es rechtlich einzuordnen ist, dass diese abgeschlachtet werden, ändert für sie nichts an ihrem Leiden.

Forderungen nach sanktionierenden Resolutionen gegen die Regierung im Sudan scheiterten im UN Sicherheitsrat immer wieder an den Chinesen. Diese sind der wichtigste Handelspartner des Sudan und haben in letzter Zeit etwa 10 Milliarden Euro im Sudan investiert. Ca. 60% der Ölförderung des Sudans geht nach China. Die Verweigerung Pekings exkulpiert die anderen Staaten aber nicht. Man könnte dafür sorgen, dass Chinas Öllieferungen anderweitig sicher gestellt werden. Vor allem entlastet dies nicht die arabischen Staaten. Traji Mustafa, eine sudanesische Bürgerrechtlerin, warf den arabischen Länder vor, zuzusehen, wie ihre Glaubensbrüder ermordet werden und hob hervor, dass Israel indes um ihren Schutz bemüht sei. Auch die USA engagieren sich in diesem Konflikt und erließen immerhin Sanktionen gegen den Sudan.  

                                                                                                 

Vielleicht ist das Engagement der USA und Israel in Darfur der Grund dafür, dass allein auf der Großdemonstration am Samstag des G8 Gipfels gegen selbigen 80.000 Menschen teilnahmen, während am Darfur Tag Sonntag, den 29.04.2007 auf den Protesten in allen europäischen Hauptstätten insgesamt nur mehrere hundert Menschen auf die Verbrechen .in Darfur aufmerksam machen wollten. In Berlin waren es bei sonnigem Wetter dann doch 120 Menschen, welche sich auf den Weg machten, den Protest zu unterstützen……vielleicht lag es aber auch nur daran, dass diese Proteste nicht den Fun versprechen konnten, welche der Gipfel den Globalisierungsgegnern garantierte……

siehe hierzu auch: Globalisierungsgegner sein- organized fun

Die Regierung in Khartums (Hauptstadt des Sudans) hatte am12. Juni zugestimmt, eine gemeinsamen Truppe der UN und der AU in Darfur zu stationieren. Bisher wurde dies von der sudanesischen Regierung abgelehnt. Diese gemeinsame Truppe soll 20000 Soldaten umfassen. Wie das Mandat letztlich gestaltet sein wird hängt davon ab, ob die Staatengemeinschaft weiterhin dem Völkermord in Darfur zuschauen will oder ob sie endlich Verantwortung für die Menschen in Darfur übernehmen will.

Der nächste Day for Darfur findet am 16. September statt. Nähere Infos zu dem Darfur Tag finden Sie auf der Seite der Darfur Gruppe Berlin.

Juni 25, 2007

Der Kommentar von Thomas Rothschild anläßlich der Verleihung des Börne Preises an Broder

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Thomas Rothschild kommentierte in seinem Artikel „Die Achse des Guten“ die Vergabe des Börne- Preises dieses Jahr an Broder.

                                               

Ich möchte diesen Absatz aus dem Kommentar aufgreifen:

>  „Es hat etwas Tragisches, wenn Juden glauben, die ständig drohende Gefahr von ihren Häuptern abwenden zu können, indem sie sich an Christen anbiedern durch den Hinweis auf einen gemeinsamen Gegner, der als Projektionsfläche dient für alle Verbrechen, die Christen seit dem Mittelalter begangen haben.“ <

Auf all diejenigen, die aussprechen, der Westen gehe zu kritiklos mit dem radikal-fundamentalistischem Islam um, schlagen die Keulen von Pauschalisierung bis hin zu Hass schüren danieder. Es scheint ein Reflex zu existieren, der es nicht ermöglicht zu erkennen, dass es in diesen Diskussion um die Teile des Islams geht, welche Gewalt durch den Koran gerechtfertigt sehen und die auch innerhalb des Islams als kritisch respektive gefährlich bewertet werden. Der Vorwurf des Entwurfs eines Feindbildes im Sinne der USA um Imperialismus betreiben zu können, ist auch eine gern gewählte Standartreplik auf Äußerungen, der radikal-fundamentalistische Islam stelle ein Problem für die Weltgemeinschaft dar; ebenso wie der Hinweis auf die Kreuzzüge.

Die Gefahren, welche von dem radikal-fundamentalistischen Islam ausgehen, sehen nicht nur Juden und es sind auch nicht nur Juden davon betroffen. Auch ist nicht nur der gesamte Westen als Feindbild ein Betroffener, sondern allen voran sind es die Menschen, die in den Ländern leben, in denen Führer den radikal-fundamentalistische Islam propagieren. Das Aussprechen von Kritik am radikal-fundamentalistischen Islam ist daher auch keine nur bei Juden auftretende Erscheinung, sondern bei allen verbreitet, die erkennen, dass der radikal-fundamentalistische Islam eine Gefahr für die Menschenrechte darstellt.

Daher empfinde ich es als befremdlich, dass ausgerechnet im Zusammenhang mit Broder von Anbiederung der Juden an die Christen gesprochen wird. Die Keulen gegen die Kritik am radikal-fundamentalistischen Islam haben viele Formen, aber die der Anbiederung von Juden an Christen ist besonders plump gestaltet. Nicht einmal die Mühe der Verzierung mit Israel wurde sich hier gemacht. Der Versuch, Borders Engagement so in Frage zu stellen, ist durchsichtig und geht insofern nach hinten los, als dass es scheint, der Verfasser habe nicht begriffen, dass der radikal-fundamentalistische Islam wegen der von ihm ausgehenden Bedrohung der Menschenrechte alle (selbst)betroffen machen sollte, welche die Menschenrechte garantiert sehen möchten.

Teile der Linken scheinen es nicht zu verkraften, dass Juden, die ehemals Staaten – und insofern Schutzlosen dieser Rolle entschlüpft sind und um dies auch künftig zu sichern, nicht den Traum des Staatenbildes der Linken leben können. Man könnte manchmal den Eindruck gewinnen, die Enttäuschung darüber ist so groß, dass die frühere Symphatie für das jüdische Volk in Hass gegen Israel umgeschlagen sein könnte. 

Der Kommentar von Rothschild wirkt auf mich, als habe dort jemand seiner Enttäuschung darüber, dass ein ehemaliger politischer Mitstreiter von der ehemals gemeinsamen Ideologie Abstand genommen hat, freien Lauf gelassen.

Siehe auch: Ludwig-Börne-Preis für Henryk M. Broder

Juni 24, 2007

What really happened In The Midde East

Gespeichert unter: Israel, Naher Osten, Politik — Fastien @ 6:10

Titelsammler Altkanzler Schröder

Gespeichert unter: Deutschland, Iran, Israel, Naher Osten, Politik — Fastien @ 4:53

Altbundeskanzler Schröder scheint offensichtlich die Komplexe seiner Jugend trotz seiner politischen Karriere nicht los zu werden. Anders ist es nicht zu erklären, wie man so gierig darauf erpicht sein kann, Titel zu sammeln. Nun hat er wieder einen neuen für seine Sammlung ergattert. Unser aller Altkanzler Schröder nahm am Mittwoch die Ehrendoktor Würde der Universität Damaskus entgegen. Hierbei würdigte er dann auch die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Syrien im Bereich der Kultur und Wissenschaft. Klar, unser Gerhardt bekommt wegen Leistungen auf dem Gebiet der Kultur und Wissenschaft diesen Preis. Wofür er den bekommt, hätte ich an seiner Stelle auch nicht betont. Dankbar wie er aber über das neuste Schmuckstück in seiner Titelsammlung war, wollte er doch gleich zeigen, dass er die Ehrendoktorwürde auch verdient habe. Er sicherte Syrien zu, dass er sich für die Rückgabe der von Israel besetzten Golan-Höhen einsetzen werde.

http://www.net-tribune.de/article/210607-94.php 

 

Geschenkt hat er diesen Titel nicht bekommen. Das muss man schon der Fairness wegen erwähnen. Er hat hart daran gearbeitet. Wie auch daran, den Ehrenvorsitz des Nah- und Mittelostvereins (NUMOV) zu erlangen. Noch während der feierlichen Übergabe des Vorsitz bemühte er sich darum, seiner Lobby zu Diensten sein zu können. Er verurteilte, wie man es wohl hören wollte, den Boykott der radikal-islamischen Hamas durch die EU und die USA. Er forderte gefällig Verhandlungen mit der terroristischen Hamas und vergaß auch nicht zu erklären, die „einseitige Grenzziehung“ durch die israelische Führung sei nicht der richtige Weg. Auch ließ er bei dieser Gelegenheit nicht unerwähnt, dass er gegen Wirtschaftssanktionen wegen des iranischen Atomprogramms gegen den Iran sei. Falls Öl und Gas von solchen Strafmaßnahmen gegen Teheran ausgenommen würden, seien diese ohnehin wirkungslos. Für den Fall, dass Energielieferungen auch darunter fielen, seien unkalkulierbare Folgen für die Weltwirtschaft zu erwarten.- Erwähnt sei an dieser Stelle sein Job bei Gasprom und seine Freundschaft zu Putin. 

 

Der Vorsitzendes des NUMOV bezeichnete auf dieser Veranstaltung Schröders Einsatz im Nahen – und Mittleren Osten dann auch wie zu erwarten als „wegweisend“.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,418601,00.html

Wenn sich Israel laut Schröder schon nicht auf dem richtigen Wege für einen Frieden befinde, Schröder ist dafür aber sicher auf dem richtigen Wege weitere Auszeichnungen von den Gegnern Israels zu erhalten. 

 

Der NUMOV hieß früher übrigens Deutscher Orient Verein (DOV). Gegründet wurde er 1934, weil es privatwirtschaftlich viele Ergänzungsmöglichkeiten zwischen der orientalisch-islamischen Welt und Deutschland gebe. Die Einzelheiten sind zu finden unter:

  http://www.numov.org/content/view/47/53/lang,de_DE/

 

Vor kurzem fand die Diskussion um den Verkauf des Transrapids in den Iran statt. Geschäftleute und Unternehmen können Geschäfte machen mit wem sie wollen, solange dies nicht gegen Gesetze verstößt. Soll das Unternehmen doch durch den Verkauf der Magnetschwebebahn an Antisemiten verdienen. Geschäft ist Geschäft; selbst wenn es sich um ein solches Prestigeobjekt handelt, was dann den Iran mit Deutschland verbinden würde.

 

Die Politik hat aber Rücksichten zu nehmen. Schröders Engagement hat daher einen ganz fahlen Beigeschmack. Sine Aktivitäten wären ohne sein a.D. nicht möglich, so dass er auch nicht als „Privatmann“ auftritt. Es ist das eine dafür zu sorgen, dass die Exportwirtschaft ihre Unternehmungen ankurbeln kann. Dies aber in einer Form zu betreiben, dass er „seine Lobby“ derart offensichtlich bedient…. klingt.in Anbetracht früherer Äußerungen, in denen er Israel als einzige Demokratie des Nahen Ostens für unterstützenswert bezeichnete, doch nach, wessen Brot ich esse, dessen Lied singe ich……ODER?

 

Siehe auch.

Lieblings-und Stiefkinder

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Morgenpostkolumne 24.6.2007, veröffentlich in der Dresdner Morgenpost                                                                                                
Heinz Eggert

Momentan beschäftige ich mich sehr mit dem Thema Demografie. Nicht nur weil es mich persönlich interessiert, welche Lebens und  Arbeitswelt wir unseren Kindern in Sachsen in 20 oder 30 Jahren hinterlassen, sondern weil ich auch Vorsitzender einer solchen Kommission bin. Um vor lauter Zahlen, Analysen, Berechnungen und Expertenvorträgen nicht die Realität aus den Augen zu verlieren, besuchen wir auch die sich sehr uterschiedlich entwickelnden sächsischen Regionen. Jetzt waren wir in der Landeshauptstadt Dresden im Rathaus zu Gast. Hier sehen die Experten der Entwicklung sehr gelassen entgegen. Kein Wunder! Die Bevölkerungszahlen und die Geburten steigen, Wirtschaft und Wissenschaft haben gute Prognosen. Man denkt vor und nach. Aber Dresden ist nicht gleich Dresden.

Wir fahren mit der Straßenbahn  aus dem barocken  Vorzeige -Dresden in eine riesige Neubauanlage der siebziger Jahre, das Stiefkind Gorbitz. Der  soziale Konfliktstoff nicht übersehbar . Am Rande der großen Wohnblocks steht ein  kleines Jugendhaus.
Symbolisch für große Probleme und kleine Lösungen. Finanziert aus Steuergeldern und Spenden. Hier können Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen. Ohne dass für sie Kosten entstehen, sind sie hier willkommen. Das ist wichtig! Denn Kinder sind nicht überall willkommen. Das wissen auch Kinder sehr genau .Manchmal stören sie selbst in den eigenen Familien. Die Kinder kommen freiwillig. Freunde bringen Freunde mit. Die Älteren kümmern sich mit um die Jüngeren.  Trotzdem müssen die Mitarbeiter viel Einfühlungsvermögen und Kraft investieren, um das Vertrauen der Kinder zu bekommen und zu erhalten. Vor ihrer Arbeit kann man nur großen Respekt haben. Wenn sie erzählen merkt man ihnen die Freude an der Arbeit   aber auch die Sorge um die Weiterführung der Projekte an. Sie beklagen sich nicht und sie klagen auch nicht, aber auch sie kennen die Diskussionen um Stellenstreichungen und wissen ohne Geld geht nichts.

Um die Runde nicht zu deprimieren erzähle ich ihnen natürlich nicht, dass  die Stadt Leipzig sich gerade wegen  unterschiedlicher Vorstellungen  von ihrem Operintendanten  getrennt hat. Allerdings bekommt er für die nächsten 4 Jahre, ohne was zu tun, noch ungefähr 600 000 € Gehalt. Da wäre nämlich das Staunen in der Runde  groß geworden, wie unterschiedlich Steuergelder eingesetzt werden können. Da kann man in Dresden  nur auf  klügere Stadtväter hoffen . Oder?

Veröffentlich mit der freundlichen Genehmigung von Heinz Eggert, Staatsminister a.D., MdL Sachsen.

Juni 23, 2007

Ludwig-Börne-Preis für Henryk M. Broder

Gespeichert unter: Deutschland, Gesellschaft, Iran, Israel, Kultur, Naher Osten, Politik, Religion, USA — Fastien @ 6:38

Am Sonntag, den 24. Juni, um 11 Uhr wird in der Paulskirche dem Journalisten und Buchautor Henryk M. Broder der diesjährige Ludwig – Börne – Preis verliehen. In diesem Jahr wurde der “Focus“-Chefredakteur Helmut Markwort als Preisrichter durch die Stiftung ausgewählt. 

Broder sei ein Ludwig Börne von heute. Er sei ein freier Geist, der leidenschaftlich und feurig schreibt, oft polemisch und ohne Rücksicht auf ‘political correctness’, aber immer unabhängig und überraschend, begründete Markwort seine Auswahl.

Broder wurde 1946 im polnischen Katowice geboren wurde und kam 1958 mit seinen Eltern in die Bundesrepublik. Broder mischt sich in die Politik ein. Dies häufig derart erbarmungslos, dass er sich dann vor Gericht dafür verantworten muss.

Einer der Schwerpunkte Broders ist das deutsch-jüdischen Verhältnis. Ferner weist er unermüdlich auf die unkritsiche Haltung gegenüber dem islamischen Fundamentalismus und die Konsequenzen, welche diese falsch verstandene PC zur Folge haben wird, hin.

Broder polarisiert wie alle Menschen, die ohne Schnörkel zu ihrem Standpunkt stehen. Broder spricht aus, was er denkt. Dass dies denen nicht gefällt, welche Ziel seiner Kritik werden, ist die Natur der Sache. Ich gratuliere Markwort zu seiner Entscheidung und Broder zu der Auszeichnung. Den Preis erhält jemand, der ohne Angst vor persönlichen Konsequenzen die Dinge betreibt, welche er für richtig hält. Broder hat Zivilcourage, Leidenschaft …….einen unverschämten Wortwitz, der seines gleichen sucht…..und auch wenn er manchmal in die braune Masse greift, mir gefällt es, mit welchem Kampfgeist er sich in vorhersehbare Auseinandersetzungen mit den Kleingeistern der deutschen Medien stürzt.

Wolfgang Büscher erhielt 2006 die Auszeichnung.  

Siehe auch: Der Kommentar von Thomas Rothschild anläßlich der Verleihung des Börne Preises an Broder

Integration und Leitkultur

Gespeichert unter: Deutschland, Gesellschaft, Politik, Religion — Fastien @ 4:13

Zu dem Artikel des Integrationsbeaufrgaten Gari Pavkovic anläßlich des schwelenden Streites über Moscheebau, Tolranz und Anerkennung, welchen Jörg Lau auf seinem Blog veröffentlichte:  

                                                                                                                                                

PC vom Softesten. Hier wurde viel Weichspüler benutzt, ohne dass dieser bewirken konnte, den unterschwelligen Vorwurf an Deutschland, es sei nicht tolerant genug, zu enthärten. Pro Forma wurde aufgeführt, dass Integration keine Einbahnstraße sei und sich Migranten an unserer Gesetze zu halten haben, wie jeder andere auch. Eine Selbstverständlichkeit, die nicht erwähnt werden muss, es aber immer wieder wird.

 

Der größte Teil der hier lebenden Migranten achtet unser GG und verstößt nicht gegen Verbote. Dies aus innerer Überzeugung. Diese Mehrzahl der hier lebenden Muslime wollen keinen Islamstaat und die Einführung der Sharia. Diese Muslime nimmt man nicht als Angehörige des Islam wahr, selbst wenn man es am Kopftuch. der Frauen erkennen kann. Bei diesen findet keine Reduktion auf die Religion statt.

                                                                                                                                                  

Eine Fokussierung Reduktion auf die Religion findet nur bei denen statt, für welche der Islam auch politisch ist. Der Islam an sich ist politisch. Der Islam wie er im Buche, Koran, steht, ermöglicht keine Trennung von Staat und Religion. Die Sharia ist Gesetz für den überkommen Glaubenden. Es bedarf der Aufklärung den Islam zu leben, dass er unser Wertegefüge passt. Möglich ist dies, wie die Mehrzahl der Muslime beweist.

                                                                                                                                                        

Die anderen können oder wollen es nicht. Mangelt es am Können, dann kann man Hilfe anbieten. Diese Hilfe wird aber i.d.R. schon als intolerant tituliert. Es wird dann vom dem Zwang zur Assimilation gesprochen. Man nehme die Einführung von Sprachtests, die Verpflichtung zum Besuch von Sprachkursen. Unzumutbar sei dies. Integration kann nur erfolgreich sein, wenn der zu Integrierende dies will. Sieht man es aber als Strafe an, die Sprache des Landes, in dem man lebt, lernen zu müssen, kann kein Wille zur Integration bestehend sein. Möchte ich mich integrieren, so muss ich mich mit der Bevölkerung unterhalten können.

 

Wir reden von hier von einer Minderheit der Muslime. Die Mehrzahl lebt erfolgreiche Integration vor. Dies könnten sie nicht, wenn die Deutschen diejenigen nicht aufnehmen würde, welche der „deutschen Leitkultur“ (um den Begriff aus dem Artikel zu übernehmen) nicht entsprechen. War es nicht indes so, dass sogar Jahrzehnte gewollt bzw. geduldet war, dass sich Kulturen neben der Deutschen entwickeln. Es war das Idealbild von den Linken und den Grünen, genannt Mulitkulti, dass hier verschiedenen Kulturen nebeneinander existieren können. Die CDU duldete es, weil sie dachte, die Migranten werden eh nicht dauerhaft in Deutschland bleiben. Die Politik – in ganz Europa – hat es schlichtweg verschlafen, dass eine Gesellschaft sehr wohl ein gemeinsames Wertesystem haben muss. Dies nicht einmal für eine gemeinsame Identifikation, sondern für einen gesellschaftlichen Konsens benötigt, den die Anerkennung der Rechtsordnung bedarf. Jede Gesellschaft hat Mitglieder, die gegen die Rechtsordnung verstoßen, weil sie Allgemeingültigkeit von Regeln nicht anerkennen. Jeder Staat muss aber im Interesse eines friedlichen Miteinanders dafür sorgen, dass die Zahl derer, welche das Wertesystem des Staates nicht akzeptieren, gering bleibt. Die Staatsvolk sollte ebenfalls ein Interesse daran haben, die für gut geheißenen Werte zu vereidigen. In unserer Gesellschaft gehört die Mehrzahl der Muslime zu denen, die unser Wertesystem gut heißen und dieses weiterhin garantiert sehen wollen.

 

Es kann in diesen Diskussion nicht darum gehen, tolerant denen gegenüber zu sein, welche unser Wertesystem nicht anerkennen. Darauf läuft es aber hinaus in dem hier thematisierten Artikel. Denn diejenigen, welche unser Wertesystem anerkennen, leben in keinen Parallelkulturen. Es leben nur diejenigen dort, welche den Islam in einer Weise leben, die mit unserem Wertesystem nicht vereinbar ist. Dieser Islam wird in bestimmten Moscheen gelehrt. Es hat nicht mit Toleranz zu tun, dies zuzulassen, sondern es ist ein Wegwerfen unserer Werte, welche von unseren Vorfahren hart erkämpft wurden. In Deutschland herrscht Religionsfreiheit. Diese muss aber ihre Grenzen haben, wenn es sich um eine Religionsausübung handelt, welche unseren Werten zuwiderläuft. Milli Görres z.B. erkennt fundamentale Menschenrecht nicht an. Hier muss die Toleranz aufhören.

 

Der Artikel macht geschickt einen Schlenker in die Richtung, Diskriminierung darf nicht statt finden unter Nennung anderer diskriminierter Gruppen. Dann noch schnell Chancengleichheit für alle nachgeschoben. Das kann jeder unterschreiben. Ist aber billig, denn es ist keine Diskriminierung Personen auszugrenzen, welche gegen unser Wertesystem arbeiten. Es wird immer gefordert, Muslime nicht unter Generalverdacht zu stellen. Eine berechtigte Forderung, aber ebenso sollte man bei der Forderung nach Toleranz auch darauf achten, für wen man sie fordert. Für alle diejenigen Muslime, welche hinter unseren Prinzipien und Menschenrechten stehen, garantier das GG Toleranz. Die Minderheit, welche unsere Menschenrechte nicht akzeptiert, die sollte Adressat der Forderung nach Toleranz werden. Toleranz gegenüber Schwulen, Frauen etc., welche innerhalb dieser Minderheit unter den Muslimen nämlich diskriminiert werden.

 

Juni 22, 2007

Hamas-Gründer kündigt islamischen Staat im Gaza-Streifen an

Gespeichert unter: EU, Iran, Israel, Naher Osten, Politik, Terrorismus, USA — Fastien @ 7:35

                                                                                                                                                          

Sahar, einer der Gründer und schärfsten Hardliner der Hamas, kündigt in einem Interview mit Spiegel online die Errichtung eines islamischen Staates im eroberten Gaza-Streifen an. Der Fatah im Westjordanland droht er mit Angriffen.

Sahar erklärte, in dem künftigen islamischen Staat gebe es keine Unterschiede zu der heute praktizierten Lebensweise, die ohnehin schon islamisch sei. Alles sei dort islamisch.

Mahmud al Sahar ist überzeugt, gäbe es in der ganzen arabischen Welt freie und faire Wahlen, würde überall die islamische Lebensweise gewählt, da “der Islam gegen die Korruption, die Verweichlichung und den Materialismus, der die Gesellschaft in Europa und Amerika zerstört hat“ sei. In Europa und Amerika seien die Familien kaputt, es gebe Aids und Drogen. Solche Dinge würde es in Gaza nicht geben.

Die Hamas sei bereit, mit allen und über alles zu reden, so Sahar. Mit den Israelis würde de facto über Handel, Grenzangelegenheiten und den Schutz vor der Vogelgrippe und wie man in der Zukunft Umweltkatastrophen vermeiden könne geredet. Über Politik würde indes nicht mit den Israelis geredet, weil man keine gegenseitige politische Agenda habe. Die politische Agenda von Condoleezza Rice und Ehud Olmert mit Präsident Mahmud Abbas bestünde nur darin, sich alle zwei Woche Küsschen zu geben. die Hamas aber würde nur dann reden, wenn es um den Kern der Sache ginge.

Spigel online fragte, zurzeit gebe es keine Angriffe des militärischen Flügels der Hamas auf Israel, ob dies eine neue Doktrin sei. Sahar bejahte dies. Die Hamas müsse derzeit mit zwei Feinden gleichzeitig fertig werden. Die Israelis hätten ihre Aggressionen eingestellt, so dass die Hamas Israel miltärisch nicht angreife.  Das sei das direkte Ergebnis der Angriffe auf Sderot. Die Israelis hätten zu sehr gelitten. Tausende Einwohner hätten aus der Stadt fliehen und der israelische Staat habe für ihre Hotels bezahlen müssen. Auch Fabriken und Büros in Sderot haben schließen müssen.

Sahar bezeichnete die aktuellen Verhandlungen zwischen Israel und der Fatah als reines Gerede, während die Besatzung weiter ginge um das Leben der palästinenser zu zerstören.  

Sahar erklärte auf die Frage von Spiegel online, ob die Gefahr bestünde, dass der Gaza Streifen nun zu einem Tummelplatz internationaler Terroristen würde, dass die Menschen nicht zwischen Widerstand und Terroristmus unterscheiden könnten.

Sahar gabt sich überzeugt, dass Israel den Gaza Streifen nicht aushungern könne. Israel könne sich dies nicht erlauben. Zudem verliere Israel jeden Tag, den die Grenze zu sein, zwei Millionen Dollar an Handelseinnahmen.

Zu den Hilfgeldern, welche Israel eingefroren hatte und nun an die Fatah auszahlen will, sagte Sahar, die Fatah im Westjordanland werde ihr Geld bekommen, aber sie werde es nach Gaza weiterleiten müssen. Wenn sie das Geld nicht an die im Gaza Streifen Eingesperrten weitergebe, würde die Fatah Gaza für immer verlieren. Zusätzlich müsse sich die Hamas aber nach nach Alternativen umschauen. Die Hamas habe ein sehr gutes Image bei der Bevölkerung und in der gesamten arabischen Welt. Wenn die Hamas es wolle, könne sie allein aus Ägypten fünf Millionen Dollar pro Monat an Spenden erhalten. Die Hamas habe in der Vergangenheit schon Geld aus dem Ausland bekommen. Mal 82 Millionen aus Kuweit, mal 50 Millionen aus Libyen. Er persönlich habe einmal 20 Millionen aus Iran in seinem Koffer nach Gaza gebracht. „Naja, eigentlich zweimal, das zweite Mal 22 Millionen“, sagte Sahar.

Auf die Frage hin, was sich denn nun für die Bevölkerung in Gaza Streifen verbssern könne, antworte Sahar, man habe nun Informationen über die ausländischen Feinde und Mächte gesammelt, so dass man nun nach Spitzel suchen könne. Gegen die Fatah im Westjordanland würde man sich verteidigen wie gegen die Besatzung durch Israel.  Die Hamas würde mit der Fatah sprechen, aber nur mit der echten Fatah. Diese echte Fatah sei die eigentliche Verlierein, weil deren Partei im Westjordanland nun mit Israel kollaborieren wird. In Gaza habe man die Elemente besiegt, die mit Israel kollaboriert hätten. Man habe die besiegt, die ein Hindernis waren, weil sie Palastinenser daran habe hindern wollen, sich selbst zu verteidigen.

Sahar erklärte : „Es gibt derzeit sicherlich sehr viele Waffen. Tatsächlich hat eine Kugel vor zwei Jahren in Gaza etwa 3,50 Euro gekostet. Heute kostet sie 35 Cent. Die US-Hilfsgelder sind in Waffen übersetzt worden. Danke, USA!“ Sollte es Probleme mit Splittergruppen geben, so würde man  diese entwaffnen und ihre Waffen einziehen.

Das Interview für den Spiegel führte Ulrike Putz.

Gleiches mit Ungleichem vergelten…

Gespeichert unter: Iran, Israel, Naher Osten, Politik — Fastien @ 5:34

Am Mittwoch, den 20.06.2007, bemühten sich die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte in Zusammenarbeit mit dem Gaza District Coordination and Liaison Office (DCL) die Not der palästinensischen Bevölkerung zu lindern : 

 - Über den Übergang Kerem Shalom wurden mit Lastwagen 200 Tonnen Mehl, 40 Tonnen Fleisch, 90 000 Liter Milch und 25 000 Liter Speiseöl in den Gaza-Streifen gebracht.

- Über den Übergang Erez wurden Sanitätsartikel sowie 98 000 Impfungen gegen Windpocken, Tuberkulose, Tetanus und Röteln eingeführt.

- Über den Benzin-Terminal Nahal Oz wurden 420 000 Liter Diesel, 45 000 Liter Benzin, 34 000 Liter Öl und 325 Liter Kochgas eingeführt.

- Neun verletzte und chronisch kranke Palästinenser wurden von der Armee zur medizinischen Behandlung in israelische Krankenhäuser gebracht, darunter ein 17jähriger Junge mit Leukämie.

- Über 150 Ausländern wurde bei ihrer Ausreise aus dem Gaza-Streifen geholfen.

- Den ganzen Tag über hat das DCL den an der Grenze ausharrenden Palästinensern zu Essen und zu Trinken gegeben.

……….am Abend des Mittwochs gab es in Israel drei Verletzte nach einem Raketenangriff auf Sderot…….

aus dem Gaza Streifen wurden erneut fünf Kassam-Raketen auf die südisraelische Stadt Sderot abgefeuert. Dabei wurden drei Menschen leicht verletzt, sieben mussten sich wegen Schocks behandeln lassen. Außerdem wurde ein Wohngebäude beschädigt.

Wenig später landeten zwei Raketen auf offenem Gelände im Kreis Eshkol, nachdem zuvor eine weitere nahe einer militärischen Anlage in Ashkelon niedergegangen war. Hierbei wurde niemand verletzt. Die Verantwortung hat einmal mehr der Islamische Jihad übernommen……..

 http://nl-israel.cti-nm.de/?mod=c4fbef7dc652fb7aa96b8c0f13518a39&sd=MjAwNy0wNi0yMSAxNzozNTowMQ==

http://blog.transatlantic-forum.org/

Brutale Gewalt in Gaza – Von Johannes Gerster

Gespeichert unter: EU, Iran, Israel, Naher Osten, Politik, Russland, UN, USA — Fastien @ 2:06

Die mit Waffen und Gewalt erzwungene vollständige Machtübernahme der radikal-islamistischen Hamas im Gazastreifen beweist, dass der israelisch-palästinensische Konflikt längst durch den Kampf islamistischer Fundamentalisten gegen die gemäßigte arabische Mehrheit überlagert, dominiert und angeheizt wird.

Gerade hatte die Arabische Liga angekündigt, dass eine Anerkennung Israels und ein Ende der Gewalt gegen Israel eine realistische politische Option sei, wenn Zug um Zug ein gemäßigter palästinensischer Staat neben Israel realisiert werde. Dieser friedensfördernde Lösungsansatz der arabischen Welt wurde mit brutaler Gewalt durch die Hamas durchkreuzt und zunächst zunichte gemacht. Einmal mehr haben Radikale eine kleine Chance zum Ausgleich und zum Frieden umgehend im Kein erstickt.

Die Hamas hat die arabische Welt düpiert, den demokratisch gewählten Präsidenten Abbas in Gaza rechtswidrig entmachtet und die Aussichten auf einen palästinensischen Staat neben Israel in weite Ferne geschoben.

Den radikalen Kräften der Hamas und ihrem Mentor, dem iranischen Präsidenten, geht es nicht um ein Ende der Besatzung, einen Ausgleich zwischen Israelis und Palästinensern und ein friedliches Zusammenleben in der Region. Ihnen geht es ausschließlich um die Zerstörung Israels. Letztlich geht es um den Kampf des islamistischen Fundamentalismus gegen die freiheitlichen Demokratien – mittelalterlich denkende Radikale gehen mit Waffen und Gewalt gegen die Neuzeit vor. Palästinenser fliehen vor Palästinensern aus dem Gazastreifen und bitten Israel um Hilfe.

Mancher eilfertige selbsternannte Nahostexperte sollte seine unverhältnismäßige Kritik an der einzigen Demokratie in Nahost, an Israel, selbstkritisch überdenken.

Wir setzen auf das Quartett: auf die EU, die USA, Russland und die UNO. Das Übel muss an der Wurzel gepackt werden und diese ist der Iran, der Hauptfinanzier und Initiator radikal-islamistischer Gruppen.

Die freiheitlich orientierte Welt muss die Zeit unausgegorener und nichts sagender Resolutionen überwinden und dem Iran effektiver Grenzen setzen und deren Einhaltung durchsetzen. Sonst fallen die nächsten Dominosteine: Durch eine Machtübernahme der Hamas auch in der Westbank und der Hisbollah im Libanon. Auch dort will der Iran die gemäßigten Kräfte ausschalten und Staatengebilde nach dem Modell der Scharia mit Gewalt durchsetzen.

Wer wort- und tatenlos diesem Treiben zusieht, macht sich schuldig.

Dr. h.c. Johannes Gerster ist Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

Veröffentlicht mit der freundlichen Genehmigung der Israelischen Botschaft.

Iran: „Wir unterstützen Hisbollah und Hamas“

Gespeichert unter: Iran, Israel, Naher Osten, Politik, Terrorismus — Fastien @ 2:04

„Wir unterstützen Hisbollah und Hamas; das stimmt. Aber diese beiden sind keine Terrorgruppen. Es sind zwei Gruppen, die ihr eigenes Land verteidigen.“ Dies hat der Vorsitzende von Irans Oberstem Nationalen Sicherheitsrat, Ali Larijani, dem US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“ in einem heute erschienenen Interview mitgeteilt.

Für die Unterstützung, die die amerikanische Politik dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas zukommen lässt, hat der Iraner kein Verständnis: „Mit solchen Schritten bevormunden die Amerikaner die Palästinenser nur. Haben die Amerikaner irgendein Wunder gesehen, dass bei der Unterstützung Abbas’ herausgekommen wäre? Wir haben immer gesagt, dass die Hamas als Volksbewegung von uns unterstützt wird.“

Gleichzeitig zeigte sich Larijani gegenüber „Newsweek“ unbeirrt darin, dass sein Land sein Nuklearprogramm fortsetzen wird. Zu den Anstrengungen der Amerikaner und Europäer, über den UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen den Iran zu verhängen, meinte er: „Sie können eine weitere Resolution verabschieden, und wir werden einen weiteren, weitergehenden Schritt vollziehen.“

(Yedioth Ahronot, 22.06.07)

Veröffentlicht mit der freundlichen Genehmigung der israelischen Botschaft.

Israels Beschwerde über die Entscheidung des UN-Menschenrechtsrats

Gespeichert unter: EU, Iran, Israel, Kanada, Naher Osten, Politik, UN, USA — Fastien @ 2:01


„Der UN-Menschenrechtsrat (UN-Human Rights Council) hat am Dienstag (19.6.) zwei neue Maßnahmen in Bezug auf die Vorgehensweise des „Universal Periodic Review“ beschlossen. Dabei hat der Rat gezeigt, dass auch er, ähnlich wie sein Vorgänger, die Menschenrechtskommission (Commission on Human Rights), an schwerwiegender Politisierung und politischer Zweckentfremdung krankt.

Schwere Menschenrechtsverstöße weltweit ignorierend, hat der Rat entschieden, sich in nur einem einzigen Paragraphen auf alle Menschrechtsverstöße in der ganzen Welt zu beziehen. Israel ist jedoch in einem separaten Paragraphen eigens herausgehoben worden. Zudem sind die Mandate von Sonderberichterstattern, die Menschenrechtsverstöße in Ländern, die als besonders problematisch in diesem Kontext gelten, eingestellt worden. In ähnlicher Weise wurde auch kein Mandat spezifiziert, das Menschenrechtsverstöße in einem Land wie dem Iran untersucht. Darüber hinaus hat sich der Menschenrechtsrat dazu entschieden, die schweren Menschenrechtsverstöße und die Schädigung von Zivilisten während der jüngsten Aktionen der Hamas im Gaza-Streifen zu ignorieren.

Der Staat Israel hält sich an die offizielle Politik der völligen Offenheit gegenüber internationalen Organisationen, die mit ihm in einen Dialog über Menschrechte eintreten wollen. Israel ist jedoch außerstande zu akzeptieren, dass der Rat die Menschrechtsthematik dazu benutzt, Israel anzugreifen und dabei seine Pflicht vernachlässigt, fair, einheitlich und objektiv die Rechte jedes Menschen auf der Welt zu schützen, wo immer er auch lebe.

Der Staat Israel protestiert dagegen, von dem Rat der Menschenrechtsverletzung bezichtigt zu werden, und ist enttäuscht ob der Unfähigkeit des Rates, ein Programm zu formulieren, das ihm erlaubt, wirklich auf Menschrechtsverstöße in der Welt zu reagieren.

Israels Wertschätzung gilt Kanada, dem einzigen Ratsmitglied, das eine klare und eindeutige Position bezogen und gegen die Entscheidung opponiert hat.“

(Israelisches Außenministerium, 21.06.07)

Veröffentlicht mit der freundlichen Genehmigung der israelischen Botschaft.

Juni 21, 2007

UN-Generalsekretär verteidigt Israel

Gespeichert unter: Israel, Naher Osten, Politik, UN, USA — Fastien @ 9:12

Ban Ki-moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, hat sich gestern den westlichen Staaten in ihrer Kritik an der Diskriminierung Israels durch den UN-Menschrechtsrat angeschlossen. Die Europäische Union, Kanada und die USA haben bereits heftig die am Montag in Genf getroffene Entscheidung des Human Rights Council kritisiert, Israel als permanenten Tagesordnungspunkt auf ihre Agenda zu setzen. Das Treffen in Genf hat zusätzlich dadurch für heftige Kontroversen gesorgt, dass Kuba und Weißrussland von der Liste der zu beobachtenden Fälle gestrichen wurden.

Eine offizielle Erklärung der UN betont nun, ohne Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde beim Namen zu nennen: „Der Generalsekretär ist enttäuscht über die Entscheidung des Rates, in Anbetracht der Bandbreite von Vorwürfen der Menschrechtsverletzung in der ganzen Welt einen einzigen regionalen Gegenstand derart hervorzuheben.“ Alejandro Wolff, stellvertretender Repräsentant der USA bei den Vereinten Nationen drückte sich da klarer aus und sprach von einer „pathologischen Obsession gegenüber Israel.“

(Ha’aretz, 21.06.07)

Veröffentlich mit der freundlichen Genehmigung der israelischen Botschaft.

Die deutsche Linke und der Antisemitismus

Gespeichert unter: Antisemitismus, Deutschland, EU, Gesellschaft, Israel, Naher Osten, Politik, Religion — Fastien @ 6:30

Vielerorts wird  in den Medien über den Nahostkonflikt das Bild eines angeblich „biblischen Krieges gemäß „Auge um Auge“ - alttestamentarischer Racheaktionen-vermittelt. Die alten Klischees des christlichen Antijudaismus tauchen schon seit längerem wieder auf. Perfide wird eine Gleichsetzung der israelischen Politik mit den NS-Verbrechen unternommen.  Die Palästinenser erscheinen so als die Opfer und Israel als der Täter. Apartheit, Ghettos etc. sind keine selten verwendeten Begriffe in diesem Zusammenhang, welche Israel als rassistischen Staat darstehen lassen. So wird eine einseitige Parteinahme für die Palästinenser erreicht, indem der David-Komplex angesprochen wird.

Anetta Kahane von der antirassistischen Amadeu-Antonio-Stiftung bezeichnete es als «inkonsequent, dass die hasserfüllte und einseitige Berichterstattung vieler Medien über Israel und die USA» auf der Berliner Antisemitismus-Konferenz der OSZE kaum thematisiert worden sei. Andere NGO-Vertreter kritisierten auf dieser Veranstaltung, dass man sich fast ausschließlich auf den rechtsextremistischen und gewalttätigen Antisemitismus fokussiert und damit vor einer klaren Benennung der Ressentiments in der Mehrheitsgesellschaft herumgedrückt habe.
                                                                                                                                                        

Die traditionelle Judenfeindlichkeit wurde in weiten Kreisen der Bevölkerung von antiisraelischen Ressentiments abgelöst. Aber auch die althergebrachten Stereotype, Pauschalisierungen und Vorteile des „alten“Antisemitismus grassieren weiter in der europäischen Bevölkerung.

                                                                                                                                             

Kritik an Israel ist kein Tabou wie so viele gern wider besseren Wissens behaupten. Kritik an Israel ist indes häufig nur vorgeschoben um Antisemitismus auszuleben.  “…… in die Nähe zu antisemitischer Israelkritik gerät, wer das Existenzrecht Israels als jüdischer und demokratischer Staat in Frage stellt; wer immer zuerst Israel, der »zionistischen Lobby« oder gar »den Juden« die Schuld gibt; wer umstrittene israelische Militäreinsätze im Antiterrorkampf mit den Verbrechen der Nazis gleichsetzt; wer die Handlungen Israels mit anderen Maßstäben als die Praktiken anderer internationaler Akteure mißt und beurteilt; wer in Wort und Bild (zum Beispiel in Karikaturen) stereotype Haßbotschaften verbreitet“, so Martin Kloke in „Das zionistische Staatsgebilde als Brückenkopf des Imperialismus.“ Martin Kloke berschreibt in diesem Artikel sehr anschaulich wie die neue deutsche Linke vor vierzig Jahren antiisraelisch wurde, in welcher Weise der Sechstagekrieg einen Wendepunkt bedeutete und wie in die bei Gründung des Staates Israels eindeutig pro-israelische Linke  Antisemitismus einzog und der sogenannte „neue“ oder auch „ linke“ Antisemitismus entstand.  

Der Artikel von Martin Kloke erschien im Juni 2007 in der online Ausgabe des Merkur. und ist hier

                                                                                                                                          

In diesem Zusammanhang: die Israel – Politik der DDR Führung ist bekannt. Die massive Unterstützung von Terroristen habe zu „Tausenden von Terroropfern“ in Israel geführt, wie Dieter Graumann, der Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland bei einer gemeinsamen Tagung des Zentralrats und der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Titel „Das Israelbild in Deutschland – Der Sechs-Tage-Krieg als Wendepunkt?“ bemerkte. Auf dieser Veranstaltung verwies Graumann darauf, dass Lafontaine von einer deutschen Neutralität zwischen Israel und der Hisbollah gesprochen habe. Die Frage Lafontaines, ob nicht auch der Iran Atomwaffen haben dürfe, wenn Israel sie besitze, bezeichnete Graumann als unhaltbar. Auch zu Recht zeigte sich Graumann empört darüber, dass die Linkspartei ganz offiziell einen Minister der israel-feindlichen Hamas nach Deutschland eingeladen hatte. Zustande sei der Besuch nur deshalb nicht gekommen, weil der Minister keine Einreiseerlaubnis für die Bundesrepublik bekam. Zwischen diesem und Lafontaine, so äußerte Graumann ironisch, bestehe angesichts von dessen Äußerungen zum Nahen Osten mittlerweile eine enge „Brieffreundschaft“.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,489884,00.html

Juni 20, 2007

Eine arabische Selbstkritik

Gespeichert unter: Gesellschaft, Iran, Israel, Naher Osten, Politik, Religion — Fastien @ 4:52

Jörg Lau hat mit dem Einverständnis von Hazem Saghiehs dessen Text “Die arabische Niederlage” übersetzt und auf seinem Blog veröffentlicht.

„Besser wir Araber gestehen unsere Niederlage ein, als dass wir so weitermachen wie bisher. Keiner der vier arabisch-israelischen Kriege – 1948, 1967, 1973 und 1982 – konnte uns davon überzeugen, dass wir verloren hatten. Gaza wird von einer Mischung aus Mafia und Taliban regiert, der Irak ist zerstört, der Libanon am Abgrund. Eine Welle des Fanatismus bedroht unsere Länder, Blutvergiessen ist der Alltag, die Freiheit der Frau wird beschnitten, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung befinden sich im Verfall. Was fehlt eigentlich noch, um uns zum Eingeständnis der Niederlage und zu einem Geisteswandel zu drängen?“

Saghiehs sieht den tieferen Grund “der Niederlage” darin, dass es die arabischen Gesellschaften nicht geschafft hätten, eine moderne säkulare Legitimationsbasis für ihre Staaten zu entwickeln. Sie seien “beim Islam oder bei tribalen Loyalitäten als Quellen der Legitimität stehen geblieben und Nationalstaaten hätten im arabischen Boden nie tiefe Wurzeln schlagen können”. Dies habe zu vielen konkurrierenden Identitäten geführt.  Man sei gleichzeitig Muslim, Araber, Bürger eines Landes und Mitglied einer religiösen und ethnischen Gruppe. Dies führe zu einem Druck in der Politik von seiten nichtpolitischer Faktoren, so dass eine säkulare, ausdifferenzierte, rationale Politik nicht funktionieren könne.

Mancher verweise als Schuldigen für diese Situation auf die amerikanische und israelische Politik, die kaum je verhandlungsbereite und selbstkritische Positionen auf arabischer Seite gefördert habe. Aber, auch wenn diese Politik „oft so brutal, eigennützig oder einfach dumm“ gewesen sei und die ohnehin schon feindselige Haltungen unter den Arabern verstärkt habe,  dieses Argument drohe den Kern der Sache zu verschleiern“, erklärt Saghiehs.

Es bestünde eine Bereitschaft despotische Regime zu akzeptieren, wenn dies erklären, gegen Imperialismus und Zionismus zu sein. Rückständige und fanatische Bewegungen würden verteidigt, wenn diese sich das Mäntelchen Widerstand anziehen würden. Es würde sich geweigert etwa die iranische Einflußnahme auf den Nahen Osten durch die Interstützung der Hamas zu kritisieren, obwaohl man wissen, dieser Antiimerialismus bringe nichts.

Saghiehs richtet sich an die arabischen Intelektuellen. Diese haben zusgelassen, dass etwa die iranische Einflußnahme in arabische Angelegenheiten – durch die Unterstützung der Hamas - nicht kritisiert würde, obwohl man wisse, das dieser »Anti-Imperialismus« nichts bringe und brutale Rückschläge heraufbeschwört. Man habe nicht verhindert, dass Siege ausgerufen worden seien, wo es sich aber um das Gegenteil gehandelt habe. Saghiehs fordert am Ende seines Textes dazu auf, endlich mit einer realistischen Selbstforschung zu beginnen.

Den vollständigen Text von Hazem Saghiehs lesen:

Juni 19, 2007

Zu viel Geld und Toleranz

Gespeichert unter: Deutschland, EU, Israel, Naher Osten — Fastien @ 8:00

Shimon Stein, Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland, bemerkte in Bezug aus die Rolle der Europäischen Union (EU) im israelisch-arabischen Konflikt: „Die letzten Tage haben doch gezeigt, wie grausam die Hamas mit der Zivilbevölkerung umspringt. Das sollte die Europäer zum Nachdenken bringen, ob man mit Geld und Toleranz auf intolerante Gruppen reagieren kann.“

Weiterlesen.

Die unendliche Katastrophe

Gespeichert unter: Deutschland, Israel, Naher Osten — Fastien @ 7:57

von Haitham Dahlan veröffentlicht in der ZEIT online vom 19.06.2007

Hamas’ militärischer Sieg hat den Rahmen für eine noch kompliziertere Lage im Nahen Osten vorgegeben. Die Entwicklung in Gaza, das Vorgehen der al-Qaida-nahen Organisation Fatah al-Islam und Hisbollah im Libanon, das Blutbad im Irak sind keine in sich geschlossenen Ereignisse. Eine neue Regionalmacht legt ihre Hände auf alles und jeden und stärkt damit seine Verhandlungsposition: Iran. Sicher sind die Iraner für die Misere der Palästinenser nicht verantwortlich. Dennoch: Iran sitzt dank Hisbollah im Norden Israels und dank Hamas nun auch im Gazastreifen. Irans Präsident Ahmadinedschad hat einige Kilometer vom israelischen Aschkelon entfernt noch ein bisschen mehr an Boden gewonnen Das Auftreten dieser neuen Regionalmacht ist eine Bedrohung für Europa, moderate Araber und die internationale Gemeinschaft. Woher kommen die ganzen Waffen? Wieder einmal ist die Palästina-Frage von Fanatikern für deren eigene Interessen gekidnappt worden. Und wie immer sind die Palästinenser die größten Verlierer.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier:

http://www.zeit.de/online/2007/25/kommentar-gaza?page=1

Christenverfolgung im Gaza-Streifen

Gespeichert unter: Deutschland, Israel, Naher Osten, Religion — Fastien @ 7:53

Der christlichen Minderheit im Gaza-Streifen stehen nach der Machtübernahme der Hamas unheilvolle Zeiten bevor. Nachdem am Sonntag eine katholische Kirche und die dazugehörige Schule der Brandschatzung zum Opfer gefallen waren, hat sich nun der Islamistenführer Sheik Abu Saqer gegenüber „WorldNetDaily“ zur Zukunft der etwa 2000 Christen in Gaza geäußert.

Der Kopf der Bewegung „Jihadia Salafiya“ hat dabei betont, dass Christen von nun an nur dann sicher in Gaza leben könnten, wenn sie das islamische Gesetz akzeptieren. Darin eingeschlossen sei etwa der Verbot von Alkohol und die Kopftuchpflicht für Frauen. Wörtlich verkündete Abu Saqer: „Ich erwarte von unseren christlichen Nachbarn, dass sie verstehen, dass die neue Hamas-Herrschaft einen radikalen Wandel bedeutet. Sie müssen bereit sein für die islamische Herrschaft, wenn sie weiterhin in Frieden in Gaza leben wollen.“

Abgesehen von der christlichen Missionierung führt der radikal-fundamentalistische Muslim auch einen Feldzug gegen westliche Vergnügungseinrichtungen: „Auch die Aktivitäten von Internetcafés, Billardhallen und Bars müssen gestoppt werden. Wenn es weitergeht, werden wir diese Dinge mit aller Härte angreifen.“ (Yedioth Ahronot, 19.06.07)

Mit freundlicher Genehmigung der Botschaft des Staates Israel.

Juni 12, 2007

Brief an einen britischen Dozenten – Von Yair Lapid

Gespeichert unter: Israel, Naher Osten, UK — Fastien @ 4:30

*Vorbemerkung: der Brief bezieht sich auf den Boykottaufruf  der British University and College Union (UCU)  vom 30. Mai

„[…] Würden wir tun, was die ehrenwerten britischen Dozenten von uns verlangen, würde ich sterben. Vielleicht nicht unmittelbar; aber das Warten auf den Tod ist auch kein wirklicher Spaß. In den zwei oder drei Monaten, die bis zu meinem Tod vergehen würden (und, keine Sorge, länger würde es nicht dauern), müsste ich mich nämlich ständig fragen, wie genau ich getötet werden würde. Wird eine Katyusha-Rakete auf mein Haus fallen und mich unter dem Schutt vergraben? Wird ein Selbstmordattentäter sich im Einkaufszentrum in die Luft jagen, während ich gerade neue Schuhe für meine kleine Tochter kaufe? Wird jemand in der Allenby-Straße in Tel Aviv mit der Axt auf mich zulaufen und mir den Schädel spalten? Oder wird mich vielleicht ein Scharfschütze erschießen, wenn ich auf dem Weg bin, um meinen Sohn von der Schule abzuholen? Wenn ich die Wahl hätte, würde ich die letzte Möglichkeit wählen. Sie scheint am wenigsten schmerzvoll. Meine Frau würde den Jungen verspätet abholen und ihm erklären, dass Papa tot ist. Zu meinem Bedauern habe ich nicht die Freiheit der Wahl, was meinen Tod angeht, und die Neugierde – verzeihen Sie mein Wortspiel – bringt mich um.

Im Gegensatz zu mir und meiner lächerlichen Sturheit am Leben zu bleiben verstehen sich Akademiker – gewiss zumindest jene Dozenten, die durch die stillen Flure altangesehener englischer Universitäten wandeln – darauf, das größere Bild in den Blick zu nehmen. Aus einer historischen Perspektive heraus erscheint mein Tod eher marginal in Anbetracht des groß angelegten Versuchs, das loszuwerden, was sie „israelische Apartheid“ nennen. Ihre Verwendung dieses Ausdrucks verstört mich ein wenig. Kann es sein, dass selbst Hochschullehrer die Lehrveranstaltungen verpassen? Apartheid? Welche Apartheid?

Die Unterdrückung infolge der Besatzung (ja, die Besatzung verursacht Unterdrückung) ist nicht darauf angelegt, die Palästinenser zu Sklaven zu machen. Wir haben sie nie geschickt, um in den Minen nach Diamanten zu suchen oder auf unseren Feldern Baumwolle zu pflücken, und nie haben wir sie gezwungen, öffentliche Toiletten mit der Kennzeichnung „Nur für Araber“ zu benutzen. Die Trennung zwischen Israelis und Palästinensern hängt nicht zusammen mit Rasse, Religion oder Hautfarbe. Tatsächlich ist Israel einer der wenigen Staaten auf der Welt, der es rassistischen Politikern verbietet, in sein Parlament gewählt zu werden. Beinahe 20 Prozent der Einwohner Israels sind Araber, und sie können die Tatsache bezeugen, dass niemand sich je vorzuschlagen getraut hätte, dass sie im hinteren Abschnitt des Busses sitzen sollten.

Das einzige, was mich interessiert, ist, dass der erwähnte Bus nicht in die Luft geht, da meine Tochter manchmal mit ihm zur Gymnastikstunde fährt. Versprecht uns dies, und ihr werdet sehen, wie die Straßensperren verschwinden und der Zaun zusammenfällt. Versprecht uns dies, und ihr werdet sehen, wie der Staat Israel sich dafür einsetzt, den Palästinensern bei der Errichtung eines Staates zu helfen, ihre Wirtschaft zu retten und ihnen in ihrem wichtigsten Krieg beizustehen – dem gegen Armut, Ignoranz und den zerstörerischen islamischen Fundamentalismus. Das ist alles, was ich von ihnen verlange. Kein Geld, keine Dienstleistungen, noch nicht einmal Freundschaft. Nur dass sie die ärgerliche Tatsache akzeptieren, dass ich keine Lust habe zu sterben. […]“

(Yedioth Ahronot, 08.06.07)

Mit freundlicher Genehmigung aus dem Newsletter der israelischen Botschaft vom 12.06.2007

Juni 11, 2007

Stille Unterdrückung

Gespeichert unter: Deutschland, Naher Osten, Politik, Religion — Fastien @ 9:11

Jürgen Krönig schreibt in der Zeit online vom 11.06.2007, dass die Verfolgung von Christen weltweit immer größe Ausmaße annehme, vor allem in den muslimischen Ländern.

„Die säkularen Kultureliten des Westens haben sich daran gewöhnt, mit dem Christentum ihren gnadenlosen Spott zu treiben – man hat schließlich nichts zu befürchten, keine Fatwa, keine Morddrohungen, und kann sich zugleich seines kritischen Geistes rühmen. Man kann den christlichen Glauben als Relikt einer irrationalen Vergangenheit abtun und ihm, in Gestalt des amerikanisch-christlichen Fundamentalismus, einen sinistren Einfluss auf die Politik der USA unterstellen.“

Krönig stellt in dem Artikel fest, dass Muslime nirgendwo mehr religiöse und politische Freiheit genießen würden, als in den liberalen Demokratien der westlichen Welt. Christen indes würden in wachsendem Maße rund um den Globus verfolgt.

„Open doors“, eine wohltätige Organisation, die sich für bedrängte christliche Gemeinden und Individuen einsetze, würde von einer der “gravierendsten Ungerechtigkeiten“ der sprechen,  die aber kaum wahrgenommen würde. In mehr als 60 Ländern würden ca. 200 Millionen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt und schwerer beruflicher und privater Benachteiligung ausgesetzt.

Es sei unleugbar, dass das Christentum die meist verfolgte Religion der Welt sei. „Und es gibt keinen Staat, der sich für die bedrängten Christen verantwortlich fühlte. “

Den Artikel von Jürgen Krönig lesen.

Juni 9, 2007

Aufgeführt in Ruinen

Gespeichert unter: Deutschland, Dresden, Gesellschaft, Globalisierung, Kultur, Politik, Sachsen — Fastien @ 10:58

                                                                                      

Morgenpostkolumne 10. Juni 2007, veröffentlich in der Dresdner Morgenpost                                                                                                

Heinz Eggert

Das war eine turbulente –hitzige Woche.

Die Ereignisse um Heiligendamm.

Die Anliegen der sachkundigen Demonstranten werden in der Gewaltberichterstattung genauso weggewalzt, wie die politischen Arbeitsergebnisse der Regierungschefs. 

In der DDR kamen gewaltlose Widerständler in den Knast, heute kommen  gewalttätige  Randalierer, die den Tod anderer billigend in Kauf nehmen, ins Fernsehen.

Für manche Spaßgesellschaft, für mich blutiger Ernst.

Da wird von manchem Politiker, der bei seiner eigenen demolierten Mülltonne sofort nach der Polizei rufen würde, viel Verständnis für die Gewalttäter geäußert.Gefährliche Heuchelei!

Im Landtag wird über die gesammelten Ergebnisse  des Verfassungsschutzes über Organisierte Kriminalität debattiert. Am meisten von jenen, die den Verfassungsschutz seit Jahren abschaffen wollen. Nur wenigen sind die Akten bekannt. Aber es reden alle munter drauf los.Die Gerüchteküche dampft. Am Rednerpult wird Fairness im Umgang mit den Akten beschworen, auf den Korridoren werden unbewiesene Details und angeblich darin verstrickte Personen  gehandelt. Teilweise von den gleichen Personen. Hier werden rufmordmäßig einige Karrieren schon im Vorfeld zerstört. Gefährliche Heuchelei!

Nach der Sitzung gehe ich in der Sommerabendstimmung an der St.Pauli KirchruineIm Hechtviertel vorbei. Dem Thema  Heuchelei entgeht man halt nicht, denn es wird Don Juan gespielt. Maßlosigkeit, Verachtung, Gewalt, Lüge , Verstellung . Der Zuschauer wird angesprochen und unterhaltsam auch mit sich selbst konfrontiert. Der menschlichste von allen- ein Bettler. Auch für Geld  preist er nicht das offensichtlich Falsche. Es macht Spaß mit einem Glas Wein in der Hand dem Spiel zuzusehen. Der Spaß der Laiendarsteller  - Juristen, Beamte, Hartz 4 Empfänger, Krankenpfleger usw. -am Schauspielern überträgt sich ansteckend auf das Publikum. Zum Schluss  ereilt  Don Juan, fast nackt und  in seinem falschen menschenverachtenden  Streben entblößt, seine gerechten Strafe. Entlarvte Heuchelei.

Manchmal macht der Besuch in einer Kirchruine klüger als eine ganze Landtagswoche. Oder?  

Mit freundlicher Genehmigung von Heinz Eggert, Staatsminister a.D, MdL Sachsen veröffentlicht.

Globalisierungsgegner sein- organized fun

Gespeichert unter: Deutschland, G8, Gesellschaft, Globalisierung, Politik — Fastien @ 8:14

Unser Nation hat eine neue Mode überrollt. Man ist jetzt Globalisierungsgegner. Jeder macht mit und bläst in das Horn, man sei gegen die Globalisierung.  

Die Attac warb um eine Teilnahme bei den Protesten zum G 8 mit Filmchen, in denen junge Menschen lachend in einen Pool springen, zu Rhythmen, welche von einem LKW dröhnen, tanzen und dies kommentiert von einem Sprecher mit den Worten, dass man es bereuen würde, wenn man diese Party verpasse. So reisten sie dann auch in Scharen an um dieses Event nicht zu verpassen. Für die meisten scheint die Hoffnung auf Fun ohne Ende dann auch in Erfüllung gegangen zu sein. Protest ergebe sich aus einem Lebensgefühl, sagte ein Organisator, welcher für die Auftritte der Künstler verantwortlich war. Wogegen man eigentlich konkret protestiert, schien den meisten gleichgültig zu sein. Hauptsache, auch dabei sein. Worum es geht, ist doch letztlich egal, solange es lustig ist. 

Dann kamen auch die, welche sich gern prügeln. Wie immer hatte weder die Attac noch die anderen Veranstalter damit gerechnet, dass der „schwarzen Block“ auf Polizisten los gehen wird. Danach wurde sich dann auch wie immer, schnell distanziert und betont, wie sehr man doch Gewalt ablehne während gleichzeitig von Teilnehmern diskutiert wird, ziviler Ungehorsamer umfasse auch den Einsatz von Gewalt gegen Personen und Sachen. Zudem provoziere die Polizei diesen. Gebe es die Polizei nicht, dann würden auch die mitgebrachten Steine der Autonomen nicht zum Einsatz gebracht. 

Vernahm man sonst noch Botschaften von den Kritikern? Ja, von dem J 8. Diese hatten konkrete Forderungen. Ferner äußerten diese deutlich und klar, dass Gewalt nicht zu akzeptieren sei, abgesehen davon, dass diese ihren Anliegen schade. Man vernahm auch noch andere, aber diese gingen unter in der Fun Gesellschaft und den Steinewerfern. Ach ja, man vernahm die Stimmen aus der Politik. Während man diesen lauschte, fragte man sich , warum die Attac und andere zum Ziel haben, den Gipfel abzuschaffen, denn wer käme denn ansonsten in Betracht, diese Dinge auf den Weg zu bringen.  

Die Schattenseiten der Globalisierung müssen kritisiert werden. Dies wurde dann ja auch „gottlob“  auf dem Kirchentag der evangelischen Kirche in Köln deutlich vernehmbar ohne Ablenkungen nachgeholt…..

Juni 8, 2007

Der Countdown der Vernichtung Israels läuft

Gespeichert unter: Iran, Israel, Naher Osten, Politik, UN — Fastien @ 9:48

Der iranische Präsident Ahmadinejad hatte am Sonntag verkündet, der Countdown der Vernichtung Israels laufe und „wir werden das hoffentlich in naher Zukunft erleben“

                                                                                                                                                     

Gemäß der UN Charta sind alle Mitglieder verpflichtet, von Drohungen und Gewaltaktionen gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit eines jeglichen Staates abzusehen. Israel hat beim UN-Sicherheitsrat offiziell Beschwerde gegen diese Äußerungen von Ahmadinejad erhoben. Israel hofft, dass sich der Sicherheitsrat dazu durchringen wird, die Äußerungen, Ahmadinejad zu verurteilen.  

Seit den 15.05.2007 wird Israel aus dem Gaza Streifen durch Kassam-Raketen angegriffen. Am 29.05. wurden mittlerweile 250 Raketen aus dem Gazastreifen auf Sderot und den westlichen Negev abgefeuert

                                                          

Es gab zwei Tote und viele Verletzte. Bis zum 25.05. flohen 2500 Menschen aus Sederot. Diese täglichen Angriffe und die Verletzungsopfer fanden in der internationalen Presse kaum Niederschlag. Erst als Israel auf die Bombardements mit Gegenmaßnahmen reagierte, fingen die Medien an zu berichten. Dies allerdings weitestgehend ohne die Vorgeschichte entsprechend darzustellen. Wie so häufig entstand daher bei der breiten Masse der Eindruck, Israel habe völlig überreagiert.

Weshalb ich das berichte, auch wegen der jüngsten Beschüsse hatte Israel Beschwerde im Sicherheitsrat eingelegt……..in den den Medien wurde diese schlicht ignoriert…… 

Auf dem Blog des Transatlantic-Forums ist der Originaltext nachzulesen.

Experten über Experten

Gespeichert unter: Deutschland, G8, Gesellschaft, Globalisierung, Politik, Sachsen — Fastien @ 8:03

Morgenpostkolumne 3.06.2007, veröffentlich in der Dresdner Morgenpost  

Heinz Eggert                                                                                              

Endlich geht jetzt der G. 8  Gipfel über die Bühne.Zwar völlig überteuert, aber hoffentlich nicht ganz ergebnislos.Mir wäre es zwar lieber gewesen, alle Regierungschefs hätten sich auf einer Insel getroffen.Allerdings wäre es auch eine Bankrotterklärung der Demokratie, wenn es nicht mehr möglich sein sollte, dass sich die führenden Regierungschefs der Welt zu Besprechungen in europäischen Städten treffen.

Was von den Kritikern der G8 Gipfel gerne übersehen wird ist  dass es immer schnellere Ergebnisse gab, als sie mit der riesigen UNO Bürokratie  möglich gewesen wäre.Während die Befürworter der G8 Gipfel gerne übersehen, dass immer nur die Hälfte aller Beschlüsse auch wirklich umgesetzt wurde. Deshalb sollte man den friedlichen Protest der Demonstranten auch nicht überhören. Aber über die verhandelten Inhalte liest und hört man wenig.

Dafür melden sich seit einigen Wochen mindestens 82 Millionen „Sicherheitsexperten“ zu Wort. So wie auch damals vor der Fußballweltmeisterschaft. Denn wenn es um polizeiliches Handeln oder um Sicherheitsstrukturen geht, hat jeder dazu etwas zu sagen. Und sie melden sich auch zu Wort: einfache Bürger, Politiker sowieso.Manchmal habe ich den Eindruck, Fach und Sachkenntnis schaden nur. Ohne die wirkliche Gefährdungslage zu kennen werden munter einzelne polizeiliche Maßnahmen bewertet und als unangemessen oder undemokratisch diskriminiert.Je stärker, umso mehr Medienaufmerksamkeit. Das ging bis zu dem Vorwurf, es würden alte Stasi Methoden gegen friedliche Demonstranten angewandt. Wenn die Polizei Tücher konserviert, die beim Bau von Bomben und Molotowcocktails gefunden worden sind, um so mit diesen Geruchsproben später durch Hunde, die Täter schneller ermitteln zu können, ist das durch den Rechtsstaat ermöglicht und geschützt. Und die vielen jungen Polizisten, die in den Einsatz müssen und auf deren Rücken diese Diskussion ausgetragen werden, stehen staunend und verunsichert davor.Vielleicht sollten sich die Politiker, die der Polizei global dem Verdacht aussetzen, undemokratisch und nicht rechtsstaatlich zu handeln, wenigstens bei ihnen entschuldigen.

Oder? 

Mit freundlicher Genehmigung von Heinz Eggert, Staatsminister a.D, MdL  Sachsen veröffentlicht.

Stop the Academic Boycott of Israel

Gespeichert unter: Israel, Naher Osten, Politik — Fastien @ 7:27

16121 Menschen aus aller Welt haben bis jetzt die Petition unterschrieben.

Michael Kreutz stellt treffend fest: 

“Akademiker meinen, ihre Hochschulkollegen in Israel wegen der Besatzungspolitik ihres Landes boykottieren zu müssen, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Israel ist nur der Anfang und morgen werden chinesische Universitäten wegen Tibet, marokkanische Universitäten wegen der Westsahara, sudanesische Universitäten wegen Darfur und griechische Universitäten wegen der Behandlung der Roma auf diese Weise abgestraft. Dann ist es bald aus mit der scientific community. – Oder aber der Boykott bleibt auf israelische Universitäten begrenzt. Dann handelt es sich um handfesten Antisemitismus.”

Juni 7, 2007

Petition gegen den anti-israelischen Boykottaufruf

Gespeichert unter: Deutschland, Israel, Naher Osten, Politik, UK — Fastien @ 12:22

                                                                                                                                                           

Die British University and College Union (UCU) hatten am 30. Mai 2007 eine Resolution verabschiedet, in der zum Boykott israelischer Hochschulen und Wissenschaftler aufgerufen wird. Als Grund hierfür gaben die Initiatoren die „Komplizenschaft der israelischen Wissenschaft bei der Besatzung“ an.

Der Hintergrund ist: dieser Boykottaufruf wurde 2005 von der Association of University Teachers (AUT) verabschiedet. Diese schloss sich 2006 mit der UCU zusammen. Wegen dieses Zusammenschlusses soll nun erneut über den Boykottaufruf abgestimmt werden, um feststellen, ob auch eine Mehrheit unter den nun vereinigten Gewerkschaftsmitgliedern für diesen Aufruf besteht.

Delegates backed the motion in a card vote by 158 votes to 99, with 17 abstentions.”

                                                                                                                                                             

“British Education Minister Bill Rammell said Wednesday that he is “disappointed” by the decision of the British academician union (UCU) to call on its members to consider an academic boycott of Israel.”

 

Die Botschaft des Staates Israel in London bietet weitere Informationen zu dem UCU-Aufruf. Dort ist auch die Petition gegen den Boykottaufruf zu finden.

Juni 5, 2007

Der Vorhang geht auf

Gespeichert unter: Deutschland, Gesellschaft, Kultur — Fastien @ 11:30

                                                                         

Morgenpostkolumne 13. Mai 2007, veröffentlich in der Dresdner Morgenpost                                                                                                

Heinz Eggert

Seit 30 Jahren lebe ich im Dreiländereck im schönen Zittauer Gebirge, von wo aus ich bei schönem Wetter das Iser und das Riesengebirge sehen kann.So schön die Landschaften sind, so groß sind auch die Probleme, die die Menschen hier seit Jahrhunderten bewältigen müssen. Fast unüberwindbar wurden die Probleme immer, wenn Demagogen auf allen Seiten versuchten die Menschen gegeneinander aufzubringen. Das ist mit tödlichen Konsequenzen immer wieder einmal gelungen. Viel zu oft!

Wenn man wenig voneinander weiß, sich nicht kennt und sich nicht für einander interessiert ist es um so leichter Unfrieden zu stiften. So können dann aus Vorurteilen  Urteile werden, und man kann Halbbildung als Bildung verkaufen. Davon sind wir heute immer noch nicht ganz frei. Die momentan atmosphärischen Störungen auf der großen politischen Bühne belegen das. Da ist auf der großen Bühne schon mancher Vorhang gefallen.Ganz im Gegensatz zu dem , was am Freitagabend in Zittau neben der Johanneskirche geschah. Da ging der Vorhang nämlich auf der kleinen Bühne auf. Polnische, tschechische und deutsche Schauspieler spielten hinreißend um trotz aller Sprachbarrierendie Gemeinsamkeiten zu betonen.  Sehr fantasievoll, sehr unterhaltsam und manchmal auch sehr agitatorisch. Aber welches Stück ist schon vollkommen. Das Dreiländereck ist es ja auch nicht. 

Vor der Theater Premiere war ein Empfang. Reden wurden gehalten, die sich automatisch dadurch verlängerten, weil sie in jeweils zwei andere Sprachen übersetzt werden mussten.Es waren kluge Reden mit sprachlichen Feinheiten. Man merkte, wie an Formulierungen gefeilt worden war. Aber alles was so klug formuliert und kompliziert ausgedrückt war, ließ sich jetzt nicht übersetzen. Die jungen charmanten Dolmetscherinnen kannten die Begriffe nicht.So musste jeder Redner seine tollen  Formulierungen wieder in ein einfaches Deutsch übersetzen, damit es dann auf polnisch oder tschechisch  übersetzbar war.Einfache Worte werden eben immer und überall verstanden.

Auf der großen und auf der kleinen Bühne. Oder?

Veröffentlicht mit der freundlichen Genehmigung von Heinz Eggert, Staatsminister a.D, MdL Sachsen.

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